Zum Hauptinhalt springen
plexovent Logo

plexovent

Finanzielle Klarheit schaffen

+49 391 544 6857

Bussenstraße 8, 88367 Hohentengen

Finanzplanung für internationale Studierende in Deutschland

Ein Studium in Deutschland bringt neue Herausforderungen mit sich – besonders beim Thema Geld. Wir zeigen dir, wie du mit der Null-Basis-Budgetierung den Überblick über deine Finanzen behältst und dabei nicht auf alles verzichten musst.

Zum Lernprogramm
Internationale Studierende bei der Finanzplanung

Die Realität mit 934 Euro monatlich

Das Sperrkonto schreibt diese Summe vor. Aber wie verteilt man das Geld sinnvoll, wenn Miete, Semesterbeitrag und Lebenshaltungskosten konkurrieren? Hier sind drei Bereiche, die oft unterschätzt werden.

1

Versteckte Semesterkosten

Der Semesterbeitrag von 280-350 Euro kommt nur zweimal im Jahr – wird aber oft vergessen. Das sind etwa 50 Euro monatlich, die du zurücklegen solltest. Dazu kommen Lehrmaterialien, die an manchen Fakultäten mit 40-60 Euro pro Semester zu Buche schlagen.

2

Wohnkosten variieren stark

In München zahlst du durchschnittlich 520 Euro für ein WG-Zimmer, in Leipzig oft nur 280 Euro. Diese Differenz wirkt sich massiv auf dein verfügbares Budget aus. Berücksichtige auch Nebenkosten-Nachzahlungen – die kommen meist unerwartet im März oder April.

3

Krankenversicherung und Behörden

Die gesetzliche Krankenversicherung kostet etwa 120 Euro monatlich für Studierende über 30 Jahre. Aufenthaltstitel-Verlängerungen kosten zwischen 93-110 Euro. Diese fixen Kosten lassen sich nicht vermeiden, aber du kannst dafür vorplanen.

Wie ich mein Budget strukturiere

September 2023: Der chaotische Start

In den ersten drei Monaten habe ich einfach ausgegeben, ohne nachzudenken. Resultat? Im Dezember musste ich meine Eltern um 400 Euro bitten, weil die Semestergebühren fällig waren und ich zu viel für Ausgehen ausgegeben hatte.

Januar 2024: Null-Basis-Budget entdeckt

Eine Kommilitonin hat mir das Prinzip erklärt: Jeden Euro einen Job geben, bevor der Monat beginnt. Ich habe angefangen, meine 934 Euro aufzuteilen – Miete 380, Krankenversicherung 120, Essen 220, Semesterbeitrag-Rücklage 50, Transport 49 (Semesterticket ist schon bezahlt, aber regionale Züge brauche ich öfter).

März 2024: Erste Anpassungen

Meine Gasrechnung hat mich überrascht – 78 Euro Nachzahlung. Ich habe gelernt, dass ich auch für unregelmäßige Kosten Kategorien brauche. Jetzt lege ich monatlich 35 Euro für „Überraschungen" zurück.

Heute: System funktioniert

Seit acht Monaten komme ich gut zurecht. Ich weiß genau, was ich für Lebensmittel ausgeben kann (etwa 8 Euro pro Tag), und spare sogar 25 Euro monatlich für Heimflüge. Das Wichtigste? Ich plane Ausgaben am Monatsanfang, nicht mittendrin.

„Der größte Unterschied ist psychologisch. Früher hatte ich ständig Sorgen ums Geld. Jetzt weiß ich am ersten Tag des Monats, dass alles abgedeckt ist. Das gibt mir Ruhe zum Studieren."